Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde,
als mich die Einladung zur Sendung Glücksrad (Aufzeichnung 21.02
02, Ausstrahlung 19.4.02) erreichte, hieß es, "Wenn Sie
gewinnen, sollten Sie den Gewinn an eine gemeinnützige Organisation
spenden."
Nun gut, dachte ich, es gibt ja ein paar. Aber an welche? Dieser Gedanke
beschäftigte mich über eine Woche. Ich telefonierte mit einigen
Botschaftern afrikanischer Länder, denn obwohl ich in München
geboren und zum Teil in Niederbayern aufgewachsen bin,
ist mein Vater
West-Afrikaner (Senegalese).
Nun, mein letztes Telefonat in Sachen Spende, führte ich dann mit
dem Botschafter Senegals, Herrn Badij.
Senegal gilt als eines der stabilsten Ländern Afrikas und ich besuche
dort ca.2 mal im Jahr meine Verwandschaft. Nun hörte ich von einer
großen Klimakatastrophe mit verheerenden Folgen im Norden des Landes
.
Im Rahmen der Geschehnisse im Nahen Osten, sowie um USA und Afghanistan,
ging diese Meldung hier zu Lande jedoch so gut wie unter.
Denn in Afrika gilt offensichtlich ein anderer Maßstab. Gößeres
Medieninteresse gibt es hier meist erst, wenn die Toten zu Tausenden purzeln,
wie z.B. in Ruanda.
Ich, als Deutscher mit senegalesichen Wurzeln, dessen Familie die erste
Regierung nach der Unabhängigkeit von Frankreich stellte, sehe da
verständlicherweise weitaus größeren Informations- und
Handlungsbedarf. Kurzum, ich beschloß eine eigene Organisation zu
gründen und in einem Land, wo neben Deutschland auch meine Wurzeln
sind, zu helfen. Mehr dazu gibt es von meiner Seite nicht zu sagen.
Meine Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen. Ich hoffe auch im
Sinne derer zu handeln, die den Gedanken der Hilfe für die Dritte
Welt im Herzen tragen.
Ich habe nach meinem Ausstieg aus der Serie "Der Alte" als
Berater des Tourismusministers eines ostafrikanischen Landes gearbeitet,
mich für die Realisierung und Finanzierung von Alternativenergie-
Projekten in Afrika engagiert und in diesen Jahren einiges an Erfahrung
über operatives und kulturangepasstes Vorgehen in einzelnen
Ländern gesammelt.
1997 habe ich ein großes Tourismusvorhaben in Senegal mitkonzipiert
und betreut. Die allgemeine Investitionsangst in Bezug auf afrikanische
Länder war jedoch zu groß, so daß das Projekt nicht realisiert
wurde, obwohl alle Parameter dafür günstig standen. Die umfassende
und differenzierte Erfahrung, die ich dabei machte war folgende:
"Es ist nicht jeder faul, der in der Sonne lebt. Meistens hat er
einfach keine Chance." AFRIKA DIREKT E.V. hat nicht nur den Willen,
sondern auch das Potential zu helfen. Dazu sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.
Wir werden sie in Ihrem Sinne weitergeben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Charles M. Huber
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